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Stube des Prinzen
(Bankettsaal)
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(die Bezeichnung "Bankettsaal" stammt aus dem romantischen 19. Jahrhundert, der ursprüngliche Name für diesen Raum ist "Stube des Prinzen" )

Dieser Raum nimmt die gesamte Fläche des 3. Stockwerks eines Gebäudes ein welches zwischen 1442 und 1472 erbaut wurde. Der Schornstein zeigt die Wappen von Johann IV. von Nassau-Vianden (links) und seiner Frau Maria von Looz-Heinsberg (rechts).Dieses Gebäude kann aufgrund seines Entstehungsdatums als NASSAU-HAUS bezeichnet werden, aber in den Dokumenten des 17. Jahrhunderts erscheint dieser Raum als "Stube des Prinzen", "neue Stube" oder "grosse Stube".

Ursprünglich handelte es sich um ein Wohnzimmer oder einen Salon für den privaten Gebrauch der gräflichen Familie, das durch die Installation eines eisernen Ofens im Jahre 1564 zur Stube (vom "stove" für "Ofen") aufgewertet wurde. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde der vordere Teil des Raumes durch eine Fachwerkwand abgetrennt, um ein "Vorzimmer" zur Stube zu bilden (in etwa entlang der heutigen Absperrkette).

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Während die Burg Vianden im Hochmittelalter (11.-13. Jh.) Mittelpunkt und Hauptsitz der Grafen von Vianden war, orientierte sich die Familie ab dem 13. Jh. mehr und mehr nach Westen, und seit der Übernahme durch die Dynastie Nassau lag ihr neuer Interessen- und Lebensmittelpunkt in Brabant (Breda und Brüssel). Die Burg Vianden blieb für sie ein sehr wichtiger Ort, aber sie verbrachten nun weniger Zeit hier.

In der Zwischenzeit änderte sich das Leben des Hochadels; die Umgebung (Wohnungen, Gärten ...) wurde oppulenter und luxuriöser, und man verbrachte mehr Zeit im Privaten, abseits der Öffentlichkeit.
Schloss Vianden wurde zu einem idealen Rückzugsort aus der geschäftigen Region Brabant, mit Lustgärten, Jagdrevieren, Schwitzbad und komfortablen Wohnungen.

Fenster
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Dies war das erste Gebäude von Schloss Vianden das Kreuzstockfenster im Renaissancestil erhielt, später wurden solche auch in älteren Gebäuden eingebaut.

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Diese Fenster waren mit Bleiverglasungen versehen und an der Innenseite befanden sich hölzerne Fensterläden, die nachts geschlossen werden konnten. Von außen waren alle Fenster auch in dieser hohen Lage durch Eisengitter vor Eindringlingen geschützt.

Kamin

Der Kamin zeigt uns dass dieses Gebäude während der Herrschaft vom Grafen Johann IV. (Wappen links) und seiner Frau Maria von Looz-Heinsberg ( Wappen rechts) im Zeitraum zwischen 1442 - 1472 errichtet wurde.

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Das Gewände besteht aus regionalem grauem Sandstein, wahrscheinlich von einem örtlichen Steinmetz angefertigt (welcher sein Porträt auf der linken Seite des Gewändes hinterlassen hat).

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Zwischen den Wappen sind drei Blumen zu sehen, die als „Schweigerosen“ interpretiert werden und anzeigen, dass der Raum für vertrauliche Konferenzen genutzt wurde. Links und rechts servieren zwei Knappen Wein.

Schrank

Dieser aus Walnussholz gefertigte Schrank im manieristischen Stil stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist eines der wenigen ausgestellten Originalmöbel aus der Burg Vianden.

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Dieses prächtige Möbelstück wurde den Schlossfreunden von der Familie Lambert aus Vielsalm (B) geschenkt, deren Vorfahren es zur Zeit der Zerstörung des Schlosses (1800 – 1820) kauften.

Tisch
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Tisch aus Eichenholz aus dem 17. Jahrhundert, ursprünglich aus Schottland.

Kredenz

Dieses manieristische Möbelstück aus dem 17. Jahrhundert stammt aus dem Schloss Seckendorf (bei Nürnberg), dem Stammsitz der noch heute existierenden Familie dieses Namens. Die Burg wurde während dem 30-jährigen Krieg zerstört.

 

Eine Kredenz dient der Zubereitung von Speisen und Wein vor dem Servieren. Darin werden Silbergeschirr und andere Wertgegenstände sowie Tischdecken aufbewahrt.

Truhe aus Eiche

Schenkung durch Frau Fernande Molitor, Diekirch (L).

Pendeluhr

Luxemburgischer Barock, 18. Jahrhundert. Dauermiete durch Frau Franziskus Knaff, Bettemburg (L).

Porträt von William Friso von Oranien-Nasau

Lithographie aus dem 18. Jahrhundert, aus der Bach-Sammlung.

Porträt Christophorus Joseph von Baring

Letzter Superintendent der Grafschaft Vianden Ende des 18. Jahrhunderts. Ölgemälde aus der Bach-Sammlung.

Wandteppich
„Hochzeit von Kanaa“

Aubusson-Manufaktur aus dem 17. Jahrhundert, Schenkung der Caisse de l'Epargne de l'Etat Luxembourg (BCEE)

 

(Eine Expertise für alle ausgestellten Wandteppiche ist in Vorbereitung)

andere Möbel

- 2 Feuerböcke aus Messing, Barock

- Stuhltyp „Savonarola“ aus Florenz (I), geschenkt von Grossherzog Jean von Luxemburg

- 2 Stühle des gleichen Typs, Reproduktionen 19. Jahrhundert

- Statue des Heiligen Rochus, französisch 16.-17. Jahrhundert

- 6 Stühle & Sessel im Stil des 17. Jahrhunderts

- Kerzenleuchter im Stil des 17. Jahrhunderts, Reproduktionen

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