
mittelalterliche Küche

Diese Küche wurde im 12. Jahrhundert zwischen alte Halle, Kapelle und der Außenmauer der Burg eingefügt- was den unregelmäßigen Grundriss des Raumes erklärt.
Später wurde darüber ein zweites Stockwerk errichtet, eine Wohnung (für das Küchenpersonal?), die von hier aus über eine Holztreppe erreichbar war.
Diese „alte“ Küche wurde eingerichtet, um den Hof der Grafen von Vianden mit den nötigen Gerichten zu versorgen. Diese residierten zunächst im alten Saal, dann im sogenannten „kleinen Palas“ (Ritterstube, Waffenkammer, Galerie).
Mit dem Bau des sogenannten „Großen Palas“ (Großer Saal) und der „neuen“ Hauptküche hatte diese Küche ihren Zweck verloren. Dennoch wurde sie bis zum Ende des 17. Jahrhunderts als Küche genutzt; wahrscheinlich um die Garnison mit Lebensmitteln zu versorgen.
Im 14. Jahrhundert wurde eine dritte Küche (die Jülicherküche) gebaut, vermutlich für den Bedarf der Burgverwaltung. Heute ist von dieser nichts mehr zu sehen.
So gab es im Hauptgebäude des Schlosses drei verschiedene Küchen, die (mit ihren Nebenräumen) mehr als 400 Quadratmeter einnahmen!
Speisekammern

Die Konstruktion der Außenmauer des Schlosses (auf Arkaden zum Schutz vor Sappieren - untergraben) ermöglichte die Anlage von „Nischen“ in das starke Mauerwerk. Diese wurden hauptsächlich als Lebensmittellager genutzt, diejenige auf der linken Seite wurde auch als Spülküche genutzt, während ganz rechts eine Tür zu einem Schacht führt, in dem ein Aufzug installiert war, um Feuerholz und andere Materialien für den Bedarf der Küche hochzuheben.
Kamin

Im 12. Jahrhundert wurde über einem offenen Feuer auf dem Boden (unter dem Schornstein) gekocht. Beachten Sie, dass die Höhe des Kamins der ursprünglichen Höhe des Bodens des gesamten Raumes entspricht. Während der Kamin mit Stein ausgekleidet war, bestand der Boden des restlichen Raumes aus Holz. Später wurde dies geändert (und das Bodenniveau gesenkt?) und der Boden mit grauem Sandstein (heute Schiefer) belegt.
Handmühle


Getreide wurde auf der Burg gelagert und bei Bedarf in der Bannmühle am Fluss oder in Zeiten der Gefahr mit einer kleinen Handmühle (ausgestellt: Reproduktion) gemahlen. Im späten 12./frühen 13. Jahrhundert wurde die Handmühle durch eine große Laufmühle ersetzt, die im 14. Jahrhundert erneut durch eine größere Handmühle ersetzt wurde. Im 17. Jahrhundert waren zwei Handmühlen in Betrieb; Einer der Mühlsteine ist noch auf dem Boden im Durchgang von der Ritterstube zur Unterkapelle zu sehen.














