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Ritterstube
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Beim Bau des „Kleinen Palais“ in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erhielt dieser Raum als einziger ein Gewölbe. Der Stil ist spätromanisch, während die Spitzbögen bereits den Beginn der Gotik ankündigen. Wie die Türbögen der Eingangshalle, der Türbogen & die Fensteröffnungen der Galerie sind die Kapitelle der Gewölbe reich mit fein ziseliertem Stein verziert.

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Dies war der schönste Raum des Schlosses und daher aller Wahrscheinlichkeit nach dem Grafen vorbehalten.

Geschichte
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Dieser Raum bezeichnet den Beginn des Rückzugs der adligen Herren aus dem (öffentlichen) Saal in Privatgemächer. Die „Caminata“ mit einem Kamin, der den Raum beheizt, sorgt für neuen Luxus.

 

Im Jahr 1446 wurde der Raum durch den Einbau eines Kachelofens im Kamin zu einer Stube (étuve) aufgewertet. Der Name "Stube" kommt vom altdeutschen Wort "Stove" für einen Ofen. Einige der sehr reich verzierten Kacheln von diesem Ofen sind in der archäologischen Krypta ausgestellt (Rundgang Nr. 3).

 

Ab dem 17. Jahrhundert war dieser Raum unter dem Namen „Ritterstube / étuve du cavalier“ bekannt und diente dem Hauptmann (Militärbefehlshaber) der Grafschaft Vianden als Wohnung.

Kettenpanzer
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Während Kettenpanzer bereits in keltischen und römischen Armeen verbreitet waren, wurden sie im frühen Mittelalter immer seltener. Doch die Ritter des Hochmittelalters entdeckten diese sehr nützliche Rüstung wieder und verwendeten sie jahrhundertelang, bevor sie sie allmählich durch  Plattenrüstungen ersetzten.

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Bei den beiden ausgestellten Kettenhemden handelt es sich um Rüstungen des Mogulreiches in Indien, möglicherweise aus dem 17., wahrscheinlicher aus dem 18. Jahrhundert. Im Osten war diese Art von Rüstung viel länger in Gebrauch als in West- und Mitteleuropa

Jagdgewehr Marder

Dieses Gewehr wurde in Vianden von einem Büchsenmeister namens Marder gebaut.

Es verfügt über zwei Läufe aus Damaststahl mit einem Steinschlossmechanismus für jeden Lauf. 18. Jahrhundert.

Luftgewehr

Dieses Gewehr wird mit Druckluft betrieben, die im Knauf gespeichert ist. Es diente zur Vogeljagd und stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Pistole, Armbrustbolzen & Miniaturlauf
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Zweiläufige Pistole Schwartz

Diese Pistole (links) wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von Henry Schwartz in Wiltz gebaut.

Armbrustbolzen

Hierbei handelt es sich um einen Bolzenkopf aus dem 14. oder 15. Jahrhundert, der auf dem Gelände der Burg Vianden gefunden wurde. Armbruste wurden vor der Entwicklung von Feuerwaffen zur Verteidigung einer Burg eingesetzt

Miniaturpistolenlauf

Dieser voll funktionsfähige Lauf wurde auf dem Gelände der Burg Vianden gefunden. Der Innenquerschnitt des Laufs ist siebeneckig. Die Pistole stammt vermutlich aus dem 16. oder 17. Jahrhundert und wurde mittels Radschlossmechanismus betätigt. Wahrscheinlich diente die Pistole zur Selbstverteidigung.

Alarmglocke
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Diese Glocke befand sich früher im „Schwarzen Turm“ der Burg Vianden und diente als Alarmglocke.

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