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romanische Galerie
(Sommerhalle)
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Mit dem Bau des "kleinen Palas" in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts ersetzte dieser Saal den früheren offenen Saal (der sich auf der heutigen Terrasse befand). Dieser neue Saal hatte ursprünglich 4 große trilobale (mit Kleeblattbögen versehene) Fensteröffnungen im Süden (wie sie heute noch vorhanden sind) und 7 Fenster im Norden, von denen 3 den südlichen Fenstern entsprachen und 4 mit Rundbögen versehen waren (siehe Zeichnung).

Ein solcher Saal konnte nur bei gutem Wetter genutzt werden. Wir müssen aber davon ausgehen, dass im 12. Jahrhundert ein angenehmes Klima herrschte, und die Bänke in den Fensteröffnungen zeigen, dass man hier die Zeit mit Plaudern, Spielen, Handarbeiten  oder einfach nur ausruhen verbrachte ...

Im Winter konnte man hier allerdings nicht viel Zeit verbringen. Ein Großteil des "offiziellen" Hoflebens dürfte deshalb in den Sommer verlegt worden sein, was auch durch die Reisebedingungen begünstigt wurde.

Mit dem Bau des "Großen Palas" (mit einem neuen großen Saal und Privatgemäc
hern) erhielt dieser Ort eine zusätzliche Rolle für die Schlechtwetterzeit. Man konnte ihn als überdachte Galerie nutzen, um vom neuen Saal zur Kapelle und umgekehrt zu gelangen.

Als sich im Spätmittelalter die Sitten des höfischen Lebens änderten und das Klima ungünstiger wurde, wurde der Saal in mehrere Räume für unterschiedliche Zwecke unterteilt. Auf der Seite der Kapelle (über der Ritterstube) wurde eine neue "caminata" (beheizbarer Raum) unter Verwendung des vorhandenen Schornsteins der Ritterstube eingerichtet; er sollte "Ritterkammer" genannt werden.

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Als die Burg 1891 bereits eine Ruine war, stürzte der mittlere Giebel bei einem Sturm ein und zerstörte nicht nur die Gewölbe der Eingangshalle und der Garnison, sondern auch alle Fenster der Galerie auf der Nordseite. Wie der deutsche Burgenexperte Bodo Ebhardt in den 1920er Jahren mit dem Wiederaufbau dieser Fassade begann, wählte er das einheitliche Modell der südlichen Fensteröffnungen als Vorbild für den Wiederaufbau; folglich verfügt die heutige Nordfassade über 6 trilobale Fenster und nicht wie früher über 7 von 2 verschiedenen Typen.

 

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